Miljenko Stancic über sich

Mich überkommt zeitweise die Nostalgie nach der verlorenen Zeit und dem verlorenen Platz der Kindheit oder besser gesagt nach der Seligkeit des kindlichen Unwissens …. Erscheint nicht auch Ihnen, daß die Landschaften von Varazdin von Beginn an eigentlich die Landschaften einer verlorenen Seele waren?

Wahrscheinlich kann eine noch immer unbestimmte Bemühung ein Menschenalter füllen. Sie muß nicht, kann aber. Vielleicht dauert so ein Alter immer schwerer, aber es ist auf der anderen Seite sicher, daß heute in den immer heterogeneren Werken die Anzeichen des Dauernden gefunden werden können. Warum nach der Berechtigung fragen? Ja wirklich, warum?

Auszüge aus den Kritiken

“Als vorbildlich und erstklassig anerkannt, wurde er sehr schnell zu einem “Klassiker”, was seiner Malerei die Bedeutung von altertümlicher Arbeit gab.” (V. Malekovic, Vjesnik, Zagreb, 16.01.1971.)

“… Stancic wirkte als Klassiker, der sich mit Leichtigkeit durch das Claire-Obscure unserer kleinbürgerlichen Vermeer-Interieurs bewegt.” (K. Hegedusic, Naprijed, Zagreb, 12.12.1952.)

“ … er ist vor allem der Maler von Varazdin (..). Das altmodische, wehmütige, ja mehr noch weinerliche Streben nach den heimatlichen Glockentürmen ist die andauernde Quelle seiner glücklichsten Kampanilismen.” (M. Krleza, Miljenko Stancic, Zagreb, 1964)

“ Der Analyse seiner Kindheit, ihrer Zeichen und Symbole gibt sich der kroatische Maler Miljenko Stancic hin (…) Das ist der selbe kleine Miljenko, der auf der hochgehobenen Eisenbahnschranke schläft, die heruntergelassen wird, wenn ein Zug angemeldet ist … Hier drängt sich uns eine Vision von Aragon auf: “Wie der Schrei eines blinden Kindes auf einem stillgelegten Gleis”. Zuviel Literatur! Gibt es hier überhaupt noch Malkunst? Ja, und zwar von der besten.” (F. MÈgret, Le Figaro littÈraire, Paris, 22.12.1969)

 

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