Unter den im Vorhof der Säle des zweiten Stocks ausgestellten Bildern, sind vier Bilder vom Altar der Seligen Muttergottes zu finden, die sich von 1688 bis zum großen Erdbeben 1880 im rechten Schiff der Zagreber Kathedrale befanden. Bei den Bildern handelt es sich um Flügelbilder, die Teil der Türen des großen Altars und gepaart waren: Verkündigung und Vision im Tempel sowie Marias Besuch bei Elisabeth und Mariähimmelfahrt. Sie stellten eines der stärksten Kultstätten des Zagreber (Erz)Bistums dar. Bestellt wurden sie von Bischof Aleksandar Ignacije MikuliC, dem Kustos Ivan Znika und dem Domhernn Mihael Boczak (BoCak) und ihr Autor ist höchstwahrscheinlich ein Maler, der aus Ljubljana nach Zagreb gekommen ist, Ivan (Johannes) Eisenhort.

Ende des XVII. Jahrhunderts war Eisenhort der bedeutendste Maler in Zagreb. Ihn zeichnet eine gute Malerausbildung im Geiste des venezianischen barocken Manierismus, die barocke weiche Pinselführung sowie die manieristische Raumgestaltung und Figurenmodellierung aus.

Der Altar, auf dem sich die Bilder befanden, wurde von Bernardo BobiC vergoldet (Bubich, Vobich; Maler, Polychromator, Vergolder; ? - Zagreb, um 1695; arbeitete in Zagreb zwischen 1683 und 1695). Im Laufe der Restauration im Jahr 1950 hat Zvonimir Wyrobal die Bilder auseinandergenommen, indem er die Bretter vertikal durchsägte, um sie ihrer neuen Rolle als Ausstellungsstücke anzupassen.


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