ARCHÄOLOGISCHE SAMMLUNG NARONA

ANTIKE NARONA

Die Reste der antiken Stadt Narona befinden sich im Dorf Vid, etwa 4 km westlich von Metkovic. Die Stadt lag auf einem Berghang 58 m über dem Meeresspiegel, war nach dem illyrisch-griechischen urbanistischen Konzept fächerförmig gebaut und breitete sich in Richtung Osten aus. Die Stadt blieb von der östlichen Seite unbefestigt, da die Neretva einen natürlichen Schutz bot. Spuren der ersten Stadtmauern sind die runden Türme auf der Bergspitze, die aus dem 4.-3. Jh.v. Christi stammen. Mitte des 1. Jh.v. Christi werden die Stadtmauern bis zur Straße Salona-Bigestae-Narona errichtet, die noch heute zu sehen sind. Im 1. Jh. breitet sich die Stadt in Richtung Osten, und zur Zeit der Markomannischen Kriege, Ende des 2. Jh., wird die Fortifikation erneuert.

Die frühesten Zeugnisse von Narona stammen von Pseudo Skilak und Theopomp. Sie führen an, daß der Fluß Neretva bis Narona schiffbar sei, in der sich das Emporium (Handelszentrum) befand, wo importierte griechische Ware verkauft wurde. Narona wurde oft von den römischen Heerführern als Basis für ihre Züge gegen die Delmaten benutzt. In der spätrepublikanischen Zeit war Narona ein Zentrum des juridischen Konvents - ein Administrations- und Gerichtszentrum für die weitere Region.

Zur Zeit des Kaisers Augustus wird sie zum Rang einer Kolonie erhoben und erlebt den größten Fortschritt. Als Bischofssitz wird sie im 6. Jh. erwähnt, als in den Jahren 530 und 533 der naronitanische Bischof Marcellus an den salonitanischen Kirchenkonzilen teil nimmt, die während der ostrogotischen Herrschaft organisiert wurden.

Narona ging unter im frühen 7. Jh., wovon die Geldmünzen aus dem Goldschatz Urbica zeugen, der Anfang des Jahrhunderts im südlichen Teil des Forums gefunden wurde.

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