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Nesactium - die karte |
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Nordmauer des Korridors des “urgeschichtlichen Eingangs” |
An
den südöstlichen Hängen der istrischen Halbinsel, oberhalb
der Bucht Budava, am Kap genannt Vižaèe, sind durch die Jahrhunderte
hindurch die Überreste der urgeschichtlichen, antiken und spätantiken
Stadt erhaltengeblieben. Nesaktium wurde zum ersten Mal in antiken Urkunden
(Titus Livius, XLI, II, 4-16) erwähnt und die materielle Bestätigung,
daß Vižaèe die Überreste der Stadt mit der ruhmhaften
Vergangenheit sind, kam zu Beginn des Jahrhunderts durch den Fund des
Weihopfersteins für den Kaiser Gordianus (III. Jahrhundert), auf
dem die Res Publica Nesactiensium erwähnt wird.
Heute ist dieser Ort in gewisserweise ein archäologischer Park mit
konservierten architektonischen Überresten aus der Antike und Spätantike.
Der Standort ist mit 800 m langen und erforschten Schutzwällen umgeben.
Am Eingang in die Stadt zwischen dem römischen und dem urgeschichtlichen
Tor befand sich eine reiche urgeschichtliche Nekropole. Die gefundenen
Urnen und Gegenstände, die als Beigaben in die Gräber gelegt
wurden, zeugen vor der schrittweisen Besiedlung und Bestattung vom XI
Jahrhundert v. Chr. bis zur römischen Erorberung. Die einheimischen
Produkte und die luxeriöse Einfuhrware verbinden Nesaktium und die
histrische Kultur, deren Zentrum dies war, mit fast allen Kulturen des
Mittelmeerraumes und Mitteleuropas.
Die Römer haben nach der Belagerung im Jahr 177 v. Christus die Stadt
zerstört und an der gleichen Stelle eine neue Stadt mit einer gut
organisierten urbanistischen Struktur aufgebaut. Auf der Zentralebene
wurden ein Forum mit drei Tempeln, geräumige Thermen, aber auch andere
Gebäude öffentlichen und privaten Charakters errichtet. An den
Hängen befinden sich die Überreste prunkvoller privater Gebäude,
und die reiche Nekropole verlief entlang der Straße, die aus Pula
in die Stadt führte. Die Gegenstände hohen künstlerischen
Wertes zeugen von der beneidenswerten Kultur dieser Stadt zur Zeit der
Römer.
Durch die langsame Schwächung des römischen Staates kam es zu
bedeutenden Veränderungen: aus dem antiken Munizipium wurde eine
spätantike befestigte Siedlung. Die Räume der prunkvollen Thermen
wurden in Wohn- und Wirtschaftsobjekte umgewandelt, während der südliche
Teil im Laufe des V. Jahrhundert zu zwei monumentalen Kultgebäuden
umgebaut wurde. Die erste, nördliche und die etwas größere
südliche Basilika, stellen einen wesentlichen Beitrag zur Erforschen
der altchristlichen Archäologie dar.
Die Stadt hat den Niedergang des römischen Imperiums und das Erwachen
des Christentums überlebt, aber nicht die Angriffe der Barbaren zu
Beginn des VII. Jahrhunderts.
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