Geleitet von der Idee, daß es eine "Mustersammlung für Handwerkermeister und Künstler sein soll, die wieder die Produktion der Gebrauchs- und Kunstgegenstände zum Leben erwecken sollen, die durch die Erscheinung der Maschinen und der Industrieproduktion zu Grunde gerichtet wurde", ist das Museum für Kunst und Handwerk mit seinen 16.000 Exponaten zum nationalen Museum für künstlerische Produktion und die Geschichte der materiellen Kultur in Kroatien geworden. Es befindet sich im Gebäude, das 1888 zweckgebunden gebaut wurde, und das vom bekannten Architekten Herman Bolle im historizistischen Stil gebaut wurde.

Die Möbel- und die Textilsammlung dokumentieren die Wohn- und Bekleidungskultur, von der Gotik bis zur zeitgenössischen industriellen Herstellung, außerdem beinhalten se auch einige sehr weltweite sehr seltene Exemplare. Von großer Bedeutung sind die Exponate inländischer Meister bester Qualität. Das Material, aus dem die Metallsammlung (Tafelgeschirr und -zubehör, Schmuck, Glocken) von der Gotik bis heute besteht, wurden vorwiegend in Kroatien gesammelt, besonders wertvoll sind die Goldschmiedewerke aus Zagreb und Varazdin sowie die Gegenstände aus geschmiedetem Eisen. Innerhalb des Fundus des MUO, der kontinuierlich die Entwicklung aller Keramikarten (Töpferei, Fayance, Porzellan, Steingut u.a.) nachverfolgt, besitzt das Museum Porzellangegenstände aus den europäischen Produktionsstätten, Exemplare der europäischen Fayence, verfolgt die Entwicklung der Ofen- und Manufakturproduktion in Kroatien, und es besitzt eine einzigartige Sammlung der Werke inländischer Keramiker zwischen den zwei Weltkriegen sowie Werke zeitgenössischer Autoren.

Die Sammlung der barocken polychromierten und vergoldeten Skulpturen sowie die Malerei- und Miniaturensammlung gehören zu den vollständigsten Sammlungen dieser Art in Kroatien. Eine sehr große Spannbreite der Materialien von der Antike und Renaissance bis zu zeitgenössischen Werken in Glas umfaßt die Glassammlung, die so die stilistische und technologische Entwicklung der europäischen und inländischen Produktion dokumentiert. Der Foto-Fundus, der bereits vor dem Krieg angelegt wurde, ist ausgesprochen reich. Das Museum hat vor kurzem auch die Architektur-, Uhren-, Graphik- und Porduktdesignsammlung gegründet. Zu einer Vergrößerung des Fundus kam es dank Spenden wie z.B. von Penic, Zaplaz, Akacic, Ibler, Ulrich, Pichler, Krizman, Maric, Matkovic-Majer und Vinski.

Ausgesprochen wertvoll ist die Bibliothek, die ebenfalls 1880 gegründet wurde, und in der es mehr als 50.000 Titel gibt.

Das Museum ist bezüglich der Veranstaltung von Ausstellungen sehr aktiv. Die erneuerte ständige Ausstellung des Museums wurde 1995 eröffnet.


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