Das Ethnographische Museum befindet sich in dem repräsentativen Sezessionsgebäude des ehemaligen Handwerkerheims, das 1903 errichtet wurde. Gegründet wurde das Museum 1919 auf Anregung von Salomon Berger, einem Textilhändler und Fabrikanten slowakischer Abstammung, der dem Museum eine der ersten und größten Sammlungen von Volkstrachten und Textilien hinterließ.
Die Berger-Sammlung, die Sammlungen des Kroatischen Volksmuseums und die ethnographischen Sammlungen des Museums für Handwerk und Kunst bildeten den ursprünglichen Fundus des Museums, das heute etwa 80000 Exponate besitzt.
Vorwiegend umfassen sie das ethnographische Erbe Kroatiens, das in zwei Themen vorgestellt ist: Volkstrachten Kroatiens und ausgewählte Gegenstände der Volks- und Handwerkskunst sowie die Grundlegenden Wirtschafts- und Volkshandwerkszweige.
Das mit Kroatien verbundene Material ist in drei Kulturzonen aufgeteilt - die pannonische, dinaridische und adriatische. In der Abteilung der außereuropäischen Kulturen sind Gegenstände der traditionellen Volkskulturen aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Austalien und Ozeanien ausgestellt. Dieses Material bezieht sich vor allem auf die Foschungsarbeit von Dragutin Lerman sowie von Mirko und Stjepan Seljan aus der Zeit um die Jahrhundertwende, und wird auch weiterhin durch Schenkungen von Künstlern, Foschern und Missionaren erweitert.
Seit der Gründung des Museums haben dort viele bekannte Persönlichkeiten aus dem Bereich der Ethnologie und Museologie gearbeitet und das Museum geleitet, wie z.B. Vladimir Tkalcic, Milovan Gavazzi und Jelka Radaus-Ribaric.
Die ständige Ausstellung des Museums stammt aus dem Jahr 1972 und umfasst 2750 Gegenstände.